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Fachgeschäfte... ... ein gutes Geschäft für Sie !
Kaufmentalität
Durch aggressive vulgäre Werbung und durch allgemeine Verunsicherung ist eine Kaufmentalität entstanden, die den Preis für das alleinige Maß aller Dinge hält. Weite Wege, Fehlkäufe durch unzureichende Beratung und Leistungsverzicht werden ertragen in der Annahme, ein Schnäppchen gemacht zu haben. Das Preis/Leistungsverhältnis wird mit dem traditionellen Fachhandel nicht einmal mehr verglichen. Wer Preise groß schreibt, muss einfach billig sein.
Die Medien
Die Massenmedien fordern ungeniert unsere Kunden zum Feilschen und zur Schnäppchenjagd auf und beklagen gleichzeitig den Verlust von Traditions- Fachgeschäften und das Veröden gewachsener Einkaufsstrukturen.
Die Politik
Die Politik duldet nicht nur die dramatische Vermehrung von Märkten und Billig-Ketten, sondern fördert sie sogar. Diese bedanken sich mit Ausnutzung aller Subventionsmöglichkeiten und Schlupflöcher zur Steuervermeidung. Für die Entstehung weniger unqualifizierter Arbeitsplätze wird die Vernichtung vieler qualifizierter Arbeits- und Ausbildungsplätze in Kauf genommen. Politisches Verantwortungsbewusstsein und Weitsicht müsste bedeuten, Entscheidungen auch auf die Auswirkungen für künftige Generationen abzuklopfen.
Lebensqualität
Lebensqualität heißt u.a. : Sich wohlfühlen in einem sozial angenehmen Umfeld. Zu diesem Umfeld gehört aber unbedingt auch eine gesunde Handelsstruktur mit vertrauten Geschäften und deren Inhabern / Mitarbeitern. Das gegenseitige Kennen schafft eine sympathische Vertrauensbasis, sorgt für ehrliche kompetente Beratung, umfangreiche Leistung und faire Preise. Das Kaufen macht Spaß und das Ansprechen von Verkaufspersonal bedeutet keine Mutprobe. Mittlerweile vermissen schon viele Menschen in verödenden Dorf- oder Stadtzentren ihre vertrauten menschlichen Fachgeschäfte. Den Wert einer Sache erkennt man oft erst, wenn man sie nicht mehr hat.
Teufelskreis
Die Kunden kaufen “billig, billig”, die Märkte nehmen zu, die kleinen mittelständischen Betriebe müssen aufgeben, es gibt ständig mehr Arbeitslose, die Kaufkraft nimmt noch mehr ab und die Preise fallen noch weiter. Zunächst treibt die Nachfragemacht der Märkte und Ketten deren Lieferanten in die Pleite, dann wird die Ware durch Ausbeutung von Billig-Arbeitskräften (incl.Kindern) aus Entwicklungsländern bezogen. Es entfallen bei uns weitere unzählige Arbeitsplätze. Die Kaufkraft vermindert sich erneut und .............. Am Ende ist der Staat pleite und die Bevölkerung verarmt. Bis auf einige Wenige natürlich.
Fazit
Die Politik ist gefordert, eine Mittelstandspolitik zu betreiben, die oben geschilderte Fehlentwicklungen stoppt und rückgängig macht.
Die Medien sind gefordert, korrekt und fair aufzuklären über die Zusammenhänge und Folgen wirtschaftlichen Handelns.
Der Kunde ist gefordert, bei seinen Kaufentscheidungen alle Aspekte zu berücksichtigen. Er soll nicht zu teuer kaufen, aber er soll für sein Geld auch nicht zu wenig erhalten.
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